Im Jahre 1971 führten die amerikanischen Physiker
Die Auswertung einer solchen Messung ist verhältnismäßig kompliziert, da die genauen Flugdaten (Flugrouten, -höhen und geschwindigkeiten) berücksichtigt werden müssen. Daher soll hier nur ein vereinfachte Version durchgerechnet werden, nämlich je ein
Wichtig ist zunächst, dass der Erdboden, auf dem sich die Vergleichsuhren befinden, kein Inertialsystem darstellt. Schuld daran ist die Erdrotation. Zum Vergleich wird daher ein Bezugssystem verwendet, das die Erdrotation nicht mitmacht. U sei eine gedachte Uhr, die in diesem Bezugssystem ruht. Eine Uhr, die sich relativ zu U mit der Geschwindigkeit v bewegt, geht nach einem Flug der Dauer t gegenüber U näherungsweise um
Eine reale Uhr am Boden bewegt sich relativ zur gedachten Uhr U mit etwa
| Uhr | Geschwindigkeit v (relativ zu U) |
Nachgehen der Uhr, Δt = v2/(2c2) · t (gegenüber U) |
| Boden | 463 m/s | 214 ns |
| Flugzeug auf Ostkurs | 685 m/s | 469 ns |
| Flugzeug auf Westkurs | 241 m/s | 58 ns |
Die Sache ist aber noch komplizierter! Nach einem wichtigen Resultat der allgemeinen Relativitätstheorie beeinflusst auch die Gravitation den Gang einer Uhr. Eine Uhr in der Höhe h über dem Boden geht nach Ablauf der Zeit t näherungsweise um
Unter dem Strich erhalten wir also folgende Voraussage:
| Uhr | Abweichung gegenüber der Uhr am Boden |
| Flugzeug auf Ostkurs | 214 ns − 469 ns + 176 ns = −79 ns Die Uhr geht um 79 ns nach. |
| Flugzeug auf Westkurs | 214 ns − 58 ns + 176 ns = +332 ns Die Uhr geht um 332 ns vor. |
Bei der tatsächlichen Durchführung der Messungen erhielten Hafele und Keating folgende Ergebnisse:
| Uhr | Vorhergesagte Abweichung | Gemessene Abweichung |
| Flugzeug auf Ostkurs | −40 ns ± 23 ns | −59 ns ± 10 ns |
| Flugzeug auf Westkurs | 275 ns ± 21 ns | 273 ns ± 7 ns |
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© Walter Fendt
Letzte Änderung: 13. Februar 2010